Bauverein - Am Schildhof Bielefeld eG

Historie

Stand 01. Januar 2012

Am 30.11.1911 war es soweit: 50 Personen gründeten den gemeinnützigen Bauverein Bielefeld. Die Idee dazu kam von dem Steuerrat und Bodenreformer Heinrich Kraak, der sich von der englischen Gartenstadtbewegung inspirieren ließ. Sein Ziel war es Wohnraum zu schaffen, der allen Schichten die Möglichkeit des Zusammenlebens in Einfamilienhäusern mit kleinen Gärten bietet

Vorher machte die Stadtverwaltung Bielefeld zur Auflage, dass nur Einzelpersonen und keine Gewerkschaften aufgenommen werden dürfen, falls der Verein unterstützt werden wolle. Daraufhin gründeten die Gewerkschaften ihre eigenen Vereine.

1914 wurde das erste Grundstück am Kahlenberg gekauft und im Herbst und Winter des gleichen Jahres die ersten Häuser bezogen. Obwohl der Verein dies ursprünglich vermeiden wollte, mussten wegen der großen Wohnungsnot 1920 erstmals Mietwohnungen gebaut werden.

Die Inflationsjahre gingen auch am Bauverein nicht spurlos vorüber und so begann man erst 1924 langsam wieder damit die nächsten Häuser zu bauen. Damit ging es dann aber stetig bergauf: 1926 wurde ein Grundstück an der Melanchthonstraße gekauft und das war, wie auch das Bauland am Kahlenberg, erschlossen.

Es wurden weitere Grundstücke erworben, welche heute um die Straße "Am Schildhof" liegen und es wurde tüchtig weiterbebaut. Zu den Wohnungen kamen Läden hinzu. Im Jahre 1929 entstanden die meisten Häuser.

Die Expansion des Bauvereins wurde dann durch die allgemeinen wirtschaftlichen Probleme der Jahre 1930/31 und die geringen Beihilfen der Stadtverwaltung gebremst. Es wurde nur Geld für kleine Zwei- und Dreizimmerwohnungen ohne Badeeinrichtung bewilligt. Trotzdem stattete der Bauverein seine Wohnungen im ersten und zweiten Stock mit Sitzbadewannen aus, die natürlich sehr beliebt waren. Im Jahre 1933, die Bevölkerung hatte gespart, begann der Bau von Eigenheimen aufs Neue und auch ein weiteres Grundstück wurde 1936 erworben.